Mercedes-Benz-Motor

M180

Der Mercedes-Benz M180 ist ein I6-Ottomotor mit SOHC-Ventilsteuerung.

Jahre
1951–1980
Bauform
I6
Kraftstoff
Benzin

Der erste Motor, den Daimler-Benz nach dem Krieg auf der grünen Wiese zeichnete — und der schwerste abzulösen war.

Wolf-Dieter Bensinger zugeschrieben, erschien er im April 1951 im 220: der erste Nachkriegs-Sechszylinder des Hauses und der erste Kurzhub-Benziner, 2.195 cm³ aus 80 × 72,8 mm, mit kettengetriebener OHC, Gegenstromkopf und Vierpunkt-Kurbelwelle. Er kam in ein kaum verändertes 170-S-Fahrgestell mit Vorkriegskarosserie, und er war der Grund, warum die Presse das Styling verzieh — 140 km/h in einer Klasse, die mit 52 PS vorlieb nahm. Ab 1954 wich der Gusseisenkopf einer Leichtmetallkulasse.

Es folgte eine Dynastie. Derselbe Block und die Nocken-im-Kopf-Anordnung trugen M 127, M 108 und M 129 sowie M 130 — und über den M 130 auch den Zweinocken-M 110; das letzte Exemplar entstand 1989 in einem 280 GE. Ein seltsamerer Zweig war militärisch. Die NATO-Standardisierung verlangte Benzinmotoren in Unimogs, damit Panzer, Jeeps und Lkw aus einer Kraftstoffquelle schöpfen und bei bitterer Kälte starten konnten — 2,2-Liter-M 180s wurden bis in die späten 1970er für den Unimog 404 gebaut.