Mercedes-Benz-Motor

M123

Der Mercedes-Benz M123 ist ein I6-Ottomotor mit SOHC-Ventilsteuerung.

Jahre
1975–1985
Bauform
I6
Kraftstoff
Benzin

Der einzige wirklich neue Motor der W123-Reihe — und der, der nicht überzeugte.

Der W123 von 1976 übernahm die meisten Motoren; die 2.525 cm³ M123 für 250 und 250 T war die Ausnahme. Die Abstammung war noch sichtbar — Kurbelwelle auf nur vier Hauptlagern, schräge Welle an der Vorderseite für Öl-, Kraftstoffpumpe und Verteiler —, doch die Zylinder wurden nicht mehr paarweise gegossen, und die Wände dazwischen mit Schlitzen für Kühlmittel gesägt statt vollständig umhüllt. Gespeist wurde er vom Solex 4A1, einem Vierregister-Vergaser, den die W114 280 teilte und der so komplex wurde, wie der Typ es je wurde.

Er erfüllte den Auftrag. Gegen die vergasten 280er, die in der Stadt über 17 Liter auf 100 km verbrauchen konnten, war er klar sparsamer; eine Überarbeitung 1979 hob ihn von 129 auf 140 PS, das Energiekonzept 1981 erhöhte die Verdichtung erneut. Dann kam der M102-Vierzylinder in 200 und 230 E und machte fast alles besser bei deutlich weniger Kraftstoff — das Interesse brach zusammen. Der Kombi entfiel 1982, die Limousine hielt bis 1985 und verkaufte sich kaum. Der 1984 folgende M103 war leichter, billiger zu bauen, stärker und noch ruhiger.