Mercedes-Benz-Motor

OM621

Der Mercedes-Benz OM621 ist ein I4-Dieselmotor-Kolbenmotor.

Jahre
1958–1968
Bauform
I4
Kraftstoff
Diesel
Höchstleistung
55 PS

Der Diesel, der keine Strafe mehr war — und dann eine Rallye quer durch Afrika gewann.

Er war gar nicht als Diesel konzipiert. Stuttgart nahm den M121-Benzinvierzylinder der 190-Limousine, gab ihm neue Nockenwellen, einen neuen Kopf, neue Kolben und Einspritzung — den ersten Pkw-Diesel mit obenliegender Nockenwelle statt der Stoßstangen des OM636. Die 190 D vom August 1958 leistete 50 PS bei 4.000/min — bescheiden, aber genug, damit ein Mercedes-Diesel nicht mehr nur wegen der Betriebskosten gekauft werden musste. Die Käufer stimmten zu: 20.629 in elf Monaten, dann 61.309 der folgenden 190 Db.

Im Januar 1959 fuhr Karl Kling, inzwischen Rennsportleiter, mit Rainer Günzler an seiner Seite eine 190 D über 14.045 km von Algier nach Kapstadt und gewann klar, im Schnitt 80,6 km/h über 44 Tage; später nannte er sie das langsamste Rennauto seiner Karriere. Auf zwei Liter und 55 PS vergrößert, trug der Motor die W110-Heckflosse als 190 Dc und 200 D. Der OM615 ersetzte ihn 1968 in Pkw, doch eine 2,2-Liter-Version lief im Unimog 421 bis 1988 weiter.

Versionen.

Alle Werksversionen des OM621.

VersionHubraumBohrung × HubVerdichtungLeistungDrehmoment
621.9101,897 cc 85 × 83.6 mm 21.0:137 kW (49 hp; 50 PS) bei 4,000 U/min108 N·m (80 lb·ft) bei 2,200 U/min
621.9121,988 cc 87 × 83.6 mm 21.0:140 kW (54 hp; 55 PS) bei 4,200 U/min118 N·m (87 lb·ft) bei 2,400 U/min
621.9141,988 cc 87 × 83.6 mm 21.0:135 kW (47 hp; 48 PS) bei 3,800 U/min
621.9181,988 cc 87 × 83.6 mm 21.0:140 kW (54 hp; 55 PS) bei 4,200 U/min113 N·m (83 lb·ft) bei 2,400 U/min