Mercedes-Benz-Motor
OM615
Der Mercedes-Benz OM615 ist ein I4-Dieselmotor-Kolbenmotor.
- Jahre
- 1968–1985
- Bauform
- I4
- Kraftstoff
- Diesel
Kein neuer Motor, sondern ein alter mit längerem Hub und härterer Aufgabe.
Als 1968 die W114/W115 — die Strich-Acht — kamen, war der Zweiliter-Vierzylinder des 200 D fast der vom auslaufenden Heckflosse übernommene OM621, geändert vor allem durch versetzten Ölfilter und einen tieferen, kürzeren Ansaugkrümmer für die flachere Front. Entscheidend war die andere Variante. Bei 87 mm Bohrung und 92,4 mm Hub ergaben sich 2,2 Liter und 60 PS, und der darauf aufbauende 220 D wurde der meistverkaufte Diesel der gesamten Strich-Acht.
Beide Versionen wechselten 1976 in den W123, und im Februar 1979 stieg auch der kleinere auf 60 PS. Außerhalb Stuttgarts tauchte der OM615 auf, wo Mercedes-Benz keine Autos verkaufte: SEAT setzte ihn ab 1973 in Spanien in den 132 ein, er lief in N1300- und MB100-Transportern und im Unimog. Das Aufbohren auf 2,4 Liter 1973 schuf den OM616, der den 2,2-Liter umgehend verdrängte. Als der OM601 folgte, war dieser bescheidene Vierzylinder siebzehn Jahre in Produktion.
Einsatz.
Jedes Modell mit dem OM615.
- 1969–1970 Unimog U82 Truck BR404
- 1968–1973 Mercedes-Benz 200 D Sedan W115
- 1968–1973 Mercedes-Benz 220 D LWB W115
- 1968–1973 Mercedes-Benz 220 D Sedan W115
- 1974–1976 Mercedes-Benz 200 D Sedan W115
- 1974–1976 Mercedes-Benz 220 D Sedan W115
- 1975–1985 Mercedes-Benz 200 D Sedan W123
- 1975–1979 Mercedes-Benz 220 D Sedan W123