Mercedes-Benz-Motor

OM668

Der Mercedes-Benz OM668 ist ein I4-Dieselmotor-Kolbenmotor.

Jahre
1998–2005
Bauform
I4
Kraftstoff
Diesel

Gebaut zum Nach-vorne-Kippen — damit er bei einem Crash unter die Insassen rutscht, nicht in sie hinein.

Die W168 A-Klasse von 1997 wurde um einen Sandwich-Boden herum konstruiert: Der Antrieb saß auf einem steil geneigten Hilfsrahmen, damit ein Frontalaufprall ihn unter den erhöhten Fahrgastboden schiebt statt durch die Stirnwand. Diese Geometrie bestimmte den Motor, und der OM 668 wurde dafür gezeichnet — 1.689 cm³, Aluminium, sechzehn Ventile, die Einlassnockenwelle kettengetrieben und die Auslassnockenwelle darüber eingeritzt, Common-Rail-Einspritzung und Turbolader in jeder Version. Bei seiner Einführung war er der kleinste Diesel, den Mercedes-Benz je in Serie baute.

Er wurde in bewusst getrennten Leistungsstufen verkauft. Die A 160 CDI startete mit 60 PS ohne Ladeluftkühler; die intercooled A 170 CDI lieferte 90 PS; nach dem Facelift 2001 wurden daraus 75 und 95 PS. Derselbe Motor trieb den Vaneo, den hohen Fünfsitzer-Van auf A-Klassen-Basis, bis 2005 — zu dem Zeitpunkt war die zweite A-Klasse bereits auf den OM 640 umgestiegen. Sein Erbe ist weniger der Motor als das Layout, das er ermöglichte: ein kleiner Mercedes-Diesel, der fast flach liegen konnte und den Crashfall erfüllte, für den das Auto konzipiert worden war.