Mercedes-Benz-Motor

M100

Der Mercedes-Benz M100 ist ein V8-Ottomotor mit SOHC-Ventilsteuerung.

Jahre
1964–1981
Bauform
V8
Kraftstoff
Benzin

Am Rolls-Royce gemessen — und vier Stunden auf dem Prüfstand, bevor er das Werk verließ.

Der 600 von 1964 brauchte einen Motor ohne Gleichen in Deutschland, und der M100 war dimensioniert, um das zu beweisen: mit 6.333 cm³ war er etwa ein Zehntel Liter größer als der Rolls-Royce-V8 der Zeit. Gusseisenblock, Aluminiumköpfe, flugzeugtypische natriumgefüllte Ventile gegen gehärtete Sitze, geschmiedete Kurbelwelle, Pleuel und Kolben sowie Bosch-Acht-Kolben-Mechanischeinspritzung. Jede Einheit wurde von Hand montiert und 265 Minuten auf dem Prüfstand gelaufen, davon vierzig unter Volllast, bevor sie freigegeben wurde.

Er hätte im 600 bleiben sollen. Stattdessen baute der Prüfingenieur Erich Waxenberger einen in seiner Freizeit in einen W 109 ein; Rudolf Uhlenhaut hörte das Auto auf der Werksstrecke, fuhr es und brachte die Idee in den Vorstand. Der 300 SEL 6.3 kam 1968 nach Genf und verkaufte sich 6.526 Mal — die schnellste Limousine der Welt. Als Rolls-Royce seinen V8 auf 6.750 cm³ vergrößerte, antwortete Stuttgart mit 6.834 cm³ für den 450 SEL 6.9, ergänzte Trockensumpfschmierung und zwölf Liter Öl für die tiefere Motorhaube des W 116 und nannte das Auto nach dem Streit, nicht nach der Rechnung.