Mercedes-Benz-Motor
M22
Der Mercedes-Benz M22 ist ein I8-Ottomotor-Kolbenmotor.
- Jahre
- 1933–1934
- Bauform
- I8
- Kraftstoff
- Benzin
- Höchstleistung
- 145 PS
Ein Kompressor, den der Fahrer mit dem rechten Fuß zuschaltete — im Wagen, der das Mercedes-Benz-Fahrwerk rettete.
Der Typ 380 von 1933 ersetzte den Mannheim 380 S auf einem völlig neuen tiefen Kastenrahmen, und die Neuheit saß darunter statt unter der Haube: unabhängige Radaufhängung an jeder Ecke, mit ungleich langen Doppelquerlenkern und Schraubenfedern vorn. Dieses Front-End war damals neu in der Branche und wurde zum Stuttgarter Muster für das restliche Jahrzehnt. Der Reihenachter war prinzipiell von den Mannheim-Wagen geerbt, aber mit obenliegenden Ventilen versehen, und der Roots-Kompressor lief nicht dauernd — er griff nur ein, wenn das Gaspedal über den Anschlag hinausgedrückt wurde.
Vier Versionen wurden in kaum einem Jahr verkauft: ohne Lader, mit aufgeschraubtem Verdichter, mit eingebautem Verdichter und schließlich auf vier Liter aufgebohrt. Keine machte den Wagen schnell genug. Gegen SS und SSK, die er ersetzen sollte, war der 380 K schwer und zu schwach, und insgesamt verließen 154 Wagen das Werk, bevor das Modell 1934 eingestellt wurde. Mercedes-Benz machte das Fahrwerk nicht verantwortlich — zu Recht: Der 500 K, der folgte, nutzte denselben Rahmen und dieselbe Aufhängungsgeometrie mit einem weitaus größeren Motor.
Versionen.
Alle Werksversionen des M22.
| Version | Hubraum | Bohrung × Hub | Verdichtung | Leistung | Drehmoment |
|---|---|---|---|---|---|
| 22 | 3,823 cc | — | — | 67 kW (90 hp; 91 PS) bei 3,200 U/min | — |
| 22 K | 3,823 cc | — | — | 104 kW (139 hp; 141 PS) bei 3,600 U/min | — |
| 22 I | 4,019 cc | — | — | 107 kW (143 hp; 145 PS) bei 3,600 U/min | — |