Mercedes-Benz-Motor

M154

Der Mercedes-Benz M154 ist ein V12-Ottomotor-Kolbenmotor.

Jahre
1938–1939
Bauform
V12
Kraftstoff
Benzin
Höchstleistung
475 PS

Grand-Prix-Rennen auf drei Liter gekürzt — also füllte Stuttgart sie mit zwölf Zylindern.

Für 1938 gab die AIACR die Gewichtsformel zugunsten einer Hubraumgrenze auf — drei Liter mit Kompressor, viereinhalb ohne — und beendete damit den 5,7-Liter-Reihenachter W 125 auf einen Schlag. Untertürkheim verbrachte Monate mit Alternativen, darunter ein Mittelmotor-Wagen und ein 4,5-Liter-Saugrohr-W 24 mit drei Reihen à acht Zylinder, ehe der Vorstand im Juli 1937 die Eigenentwicklung beschloss. Albert Heess legte einen 60°-V12 mit 250 cm³ pro Zylinder an, vier Nockenwellen und 48 Ventile über gegabelte Kipphebel, Zylinder in Dreiergruppen in Blech-Wassermänteln verschweißt, Köpfe, die nicht abkamen, und Glykol-Kühlmittel bis 125 °C.

Es war traditionelle Daimler-Benz-Praxis bis ans Limit getrieben: enorm haltbar und enorm schwer mit 500 Kilogramm, hundert Liter Öl pro Minute hindurch gepumpt. Direkteinspritzung war gewünscht und noch nicht reif, also speiste ein Schwimmervregaser wie beim M 125 zwei aufrechte Roots-Kompressoren, nun deutlich kleiner als zuvor. Jeder Motor soll 89.700 Reichsmark gekostet haben. Im W 154 verschaffte er Rudolf Caracciola die Europameisterschaft 1938 und machte Mercedes-Benz in der ersten Saison der neuen Formel nahezu unschlagbar.

Versionen.

Alle Werksversionen des M154.

VersionHubraumBohrung × HubVerdichtungLeistungDrehmoment
1542,963 cc 349 kW (468 hp; 475 PS) bei 7,800 U/min490 N·m (361 lb·ft) bei 5,000 U/min