Mercedes-Benz-Motor

M125

Der Mercedes-Benz M125 ist ein I8-Ottomotor-Kolbenmotor.

Jahre
1937
Bauform
I8
Kraftstoff
Benzin
Höchstleistung
600 PS

Sechshundert Pferdestärken 1937 — und vierzig Jahre lang sah der Grand-Prix-Sport nichts Vergleichbares.

Die 750-Kilogramm-Formel begrenzte das Gewicht, nicht den Hubraum, also baute Mercedes-Benz so viel Motor, wie die Regeln trugen. Der M125 maß 94 × 102 mm für 5.663 cm³, mit vier Ventilen pro Zylinder, zwei zahnradgetriebenen OHC-Nockenwellen, Neun-Lager-Kurbelwelle, Trockensumpfschmierung und einem aufrecht stehenden Roots-Lader. Er verbrannte ein Gemisch aus Methylalkohol, Benzol, Ethylalkohol und Benzin, wog 222 kg — fast ein Drittel des ganzen Wagens — und lieferte im Renntrimm zwischen rund 560 und 595 hp, mit einem Prüfstandsbestwert von 646 PS bei 5.800 U/min.

Er lief rau, und die Mechaniker lernten, Glätte zu misstrauen: lief ein M125 plötzlich sauber, riss seine Kurbelwelle. Reifenverschleiß statt Prüfstand entschied, wie viel der Leistung wirklich genutzt werden konnte. Rudolf Caracciola gewann 1937 die Europameisterschaft damit, und W125-Fahrer belegten die ersten vier Plätze. Dann änderte sich die Formel — ab 1938 waren komprimierte Grand-Prix-Motoren auf drei Liter begrenzt — und eine Saison war alles, was er hatte. Nichts im Grand-Prix-Sport erreichte wieder vergleichbare Leistung bis zur Turbo-Ära der frühen 1980er.

Versionen.

Alle Werksversionen des M125.

VersionHubraumBohrung × HubVerdichtungLeistungDrehmoment
125 F5,660 cc 441 kW (591 hp; 600 PS) bei 5,800 U/min1226 N·m (904 lb·ft) bei 3,000 U/min