Mercedes-Benz-Motor

M163

Der Mercedes-Benz M163 ist ein V12-Ottomotor-Kolbenmotor.

Jahre
1938–1939
Bauform
V12
Kraftstoff
Benzin
Höchstleistung
489 PS

Ein Motor so gründlich überarbeitet, dass Historiker das ganze Auto nach ihm tauften — zu Unrecht.

Nachdem Auto Union Ende 1938 aufgeschlossen hatte, wollte die Rennsportabteilung die Europameisterschaft nicht mit dem Motor des Vorjahrs verteidigen und reichte eine Mängelliste ein. Der zurückgelieferte M163 brachte keine grundlegende Neuerung; er beseitigte bekannte Schwächen des M154 und änderte die Aufladung des V12. Zwei Kompressoren liefen nun in Serie statt nebeneinander — der erste hob den Ladedruck auf etwa 0,83 bar, der zweite auf 1,31 — bei rund der Hälfte der zuvor zum Antrieb nötigen Leistung.

Die Spitzenleistung bewegte sich kaum; überlieferte Prüfwerte schwanken zwischen etwa 417 und 477 PS. Der Gewinn lag darin, dass ähnlicher Ladedruck 500 U/min tiefer kam — der Motor wurde deutlich haltbarer. Erstes Rennen in Spa am 25. Juni 1939, beim belgischen Grand Prix, den Hermann Lang in einem Wagen mit noch älterem Motor gewann; in Erinnerung blieb der Unfall, der Richard Seaman in Führung auf Runde 22 das Leben kostete. Die Entwicklung lief bis ins Frühjahr 1940. Das Chassis blieb stets ein W 154; Nachkriegsautoren, die die Motornummer mit dem Typ verwechselten, erfanden den W 163.

Versionen.

Alle Werksversionen des M163.

VersionHubraumBohrung × HubVerdichtungLeistungDrehmoment
1632,963 cc 360 kW (483 hp; 489 PS) bei 7,800 U/min490 N·m (361 lb·ft) bei 5,000 U/min