Mercedes-Benz-Motor
M30
Der Mercedes-Benz M30 ist ein I4-Ottomotor-Kolbenmotor.
- Jahre
- 1934–1936
- Bauform
- I4
- Kraftstoff
- Benzin
- Höchstleistung
- 56 PS
Daimler-Benz setzte 1934 den Motor in die Mitte — und verkaufte das Auto nicht.
Sechs geschlossene Wagen entstanden für die 2.000 Kilometer lange Deutschlandfahrt 1934 und wurden als Sport-Limousinen gemeldet, höchstwahrscheinlich zur Homologation; einer trat im August Liège–Rom–Liège an. Unter der Karosserie steckte etwas, das kein anderes Fahrzeug der Marke kannte: ein längs vor der Hinterachse liegender OHC-Vierzylinder mit dem Getriebe dahinter, die gesamte Antriebseinheit um 180° gedreht, um die Achslasten zu ordnen. Druckluftkühlung erlaubte einen deutlich kleineren Kühler, hinter dem Motor über der Hinterachse montiert und von einem geschlossenen motorgetriebenen Lüfter gespeist.
Ab 1935 folgten Roadster, mehrere davon aus Coupés umgebaut, und der Wagen stand in der Preisliste bei 6.600 Reichsmark. Fast niemand kaufte einen — nach einer Quelle erreichte kein einziges Exemplar je einen Privatkunden. Der Kraftstofftank saß in der Nase, es gab überhaupt keinen Kofferraum, und das Fahrverhalten kam der Form nie gleich; weniger als ein Dutzend Wagen beider Karosserien wurden fertiggestellt, bevor der Typ 1936 auslief. Der einzige erhaltene Roadster gehört dem Mercedes-Benz Museum, und Stuttgart baute bis zum C 111 von 1969 kein weiteres Mittelmotorauto.
Versionen.
Alle Werksversionen des M30.
| Version | Hubraum | Bohrung × Hub | Verdichtung | Leistung | Drehmoment |
|---|---|---|---|---|---|
| 30 | 1,498 cc | — | — | 41 kW (55 hp; 56 PS) bei 1,600 U/min | — |