Mercedes-Benz-Motor

M06

Der Mercedes-Benz M06 ist ein I6-Ottomotor mit SOHC-Ventilsteuerung.

Jahre
1926–1934
Bauform
I6
Kraftstoff
Benzin
Höchstleistung
305 PS

Ein Kompressor, den man nur wenige Sekunden am Stück betätigen durfte.

Vom Model K für den Typ S von 1927 entwickelt, war dies ein Sechszylinder mit obenliegender Nockenwelle, angetrieben durch eine senkrechte Welle, zwei Zündkerzen pro Zylinder, gezündet von Magnetzünder und Batterie, und ein Roots-Gebläse an der Motorfront, das nur für kurze Schübe eingekuppelt wurde. Ohne Kompressor 120 PS; mit Gebläse, kurzzeitig, 180. Aufbohrung von 98 auf 100 mm ergab den sieben Liter SS, und 6,2:1 Verdichtung brachte die beste Version auf 170 und 225 PS.

Der letzte Schritt war der SSKL von 1931 — Supersport Kurz Leicht —, bei dem das Gebläse dauerhaft lief, die Verdichtung 7:1 erreichte und der Motor mit 300 PS bei 3.400 U/min angegeben war. Als Rennsport-Zweisitzer kostete er 40.000 Reichsmark, etwa das Neunfache einer Mercedes-Benz 170 Limousine. In Rudolf Caracciolas Händen baute er den Wettbewerbsruf der Marke vor dem Krieg fast im Alleingang auf, und Manfred von Brauchitsch gewann 1932 das Avus-Rennen in einem stromlinienförmigen SSKL, den ein Radiokommentator Silberpfeil taufte. Es entstanden weniger als 300 W 06 aller Typen.

Versionen.

Alle Werksversionen des M06.

VersionHubraumBohrung × HubVerdichtungLeistungDrehmoment
06 RS7,065 cc 224 kW (300 hp; 305 PS) bei 3,400 U/min688 N·m (507 lb·ft) bei 2,000 U/min