Mercedes-Benz-Motor
M02
Der Mercedes-Benz M02 ist ein I6-Ottomotor-Kolbenmotor.
- Jahre
- 1926–1933
- Bauform
- I6
- Kraftstoff
- Benzin
- Höchstleistung
- 38 PS
Sechs Zylinder, zwei Liter — und ein Preis, über den das Unternehmen zweimal die Meinung änderte.
Er kam im Oktober 1926 als 8/38 PS auf die Berliner Automobil-Ausstellung, einer von drei Sechszylindern, die Ferdinand Porsche in seinen ersten Monaten als Technischer Direktor des fusionierten Daimler-Benz zeichnete. Der Motor war durch und durch konventionell: Seitenventile, eine Nockenwelle im Block, angetrieben durch Stirnräder, Zenith-Flachstromvergaser, 75 km/h über drei Gänge. Karosserien reichten vom nackten Fahrgestell über Tourenwagen, Limousine und Cabriolet bis zum Taxi-Landaulet, und ab 1927 zog dieselbe Einheit den L 3/4-Lieferwagen, Kastenwagen und Zehnsitzer-Bus.
Die Preispolitik scheiterte. Die Wagen wurden viel zu teuer eingeführt, dann um 500 bis 1.000 Reichsmark gesenkt — was das Gerücht nährte, das Modell werde eingestellt und der Bestand abverkauft —, und die frühen Exemplare wiesen zudem zahlreiche Kinderkrankheiten auf. Die Auseinandersetzungen trugen zu Porsches Abgang bei. Hans Nibel übernahm das Auto 1928, fügte ein Overdrive-Verhältnis hinzu und erhöhte die Verdichtung; als Stuttgart 200 mit 80 km/h verkauft, entstanden 9.105 der ersten und 6.452 der zweiten Version — bis 1933 das Rückgrat der Baureihe.
Versionen.
Alle Werksversionen des M02.
| Version | Hubraum | Bohrung × Hub | Verdichtung | Leistung | Drehmoment |
|---|---|---|---|---|---|
| 02 | 1,988 cc | — | — | 28 kW (38 hp; 38 PS) bei 3,400 U/min | 98 N·m (72 lb·ft) bei 1,400 U/min |