Mercedes-Benz-Motor

OM403

Der Mercedes-Benz OM403 ist ein V10-Dieselmotor-Kolbenmotor.

Jahre
1970–1980
Bauform
V10
Kraftstoff
Diesel

Gebaut für den 38-Tonnen-Sattelzug — und als Mehrstoff-Zehner hinter den Eisernen Vorhang geschickt.

Ab Januar 1972 galt in Westdeutschland die Mindestleistungsregel von 8 PS pro Tonne für Lkw und Sattelzüge über 28,5 Tonnen — 304 PS für eine 38-Tonnen-Kombination, mehr als jeder Saugmotor, den Daimler-Benz damals hatte. Der auf der IAA 1969 gezeigte V10 antwortete darauf. Mit 15,95 Litern lieferte er 320 PS und 1.010 N·m, verbrauchte 223 g/kWh bei Nennleistung für einen Wirkungsgrad von etwa 0,39 und wog 910 kg trocken — für einen Zehnzylinder dieser Größe damals eine wirklich bemerkenswerte Zahl.

Er krönte die New-Generation-Reihe in 1632, 2232 und 2632 und war der größte der drei Motoren im O 303-Reisebus von 1974, bis ein Facelift ihn zugunsten eines turboaufgeladenen V8 strich. Sein anderes Leben war militärisch. Der Mehrstoff-OM 403 VA entstand, damit ein Heeresmotor möglichst viele Teile mit einem serienmäßigen Nutzfahrzeugmotor teilen konnte; turboaufgeladen als OM 403 A lieferte er 390 PS im Spähpanzer Luchs, dem amphibischen 8×8-Aufklärungsfahrzeug, das Porsche im Auftrag von Daimler-Benz entwarf. 408 wurden zwischen 1975 und 1977 ausgeliefert.