Mercedes-Benz-Motor

M950

Der Mercedes-Benz M950 ist ein R4-Ottomotor-Kolbenmotor.

Jahre
1969–1971
Bauform
R4
Kraftstoff
Benzin
Höchstleistung
355 PS

Der Motor, der aus dem C 111 mehr machte als eine Designstudie.

Daimler-Benz gründete 1962 eine Wankel-Abteilung und setzte Wolf-Dieter Bensinger an die Spitze; in den folgenden zehn Jahren entstanden dort etwa hundert Kreiskolbenmotoren. Der M 950 war als Familie um eine 600 cm³-Kammer konzipiert, auf dem Papier bis zu sechs Rotoren erweiterbar — Bensinger merkte an, dass fünf die Exzenterwellenlager besonders günstig belastet hätten —, gebaut wurden jedoch nur Drei- und Vierrotor-Versionen. Die Gehäuse waren Aluminium mit einer von Mahle entwickelten Nikasil-Beschichtung, die geschmiedeten Aluminiumrotoren wogen ungefähr die Hälfte von Gusseisen, und der Kraftstoff kam über mechanische Benzin-Direkteinspritzung.

Der im September 1969 in Frankfurt gezeigte C 111 trug den Dreirotormotor; der C 111-II sechs Monate später in Genf hatte vier Rotoren, 350 PS und eine angegebene Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Die Haltbarkeit war das ungelöste Problem. Dreirotoreinheiten in den Testwagen fielen im Durchschnitt nach etwa 3.700 km aus — durch unkontrollierten Ölverbrauch oder Verlust der Verdichtung —, und keiner soll 6.000 erreicht haben. Eine Zweiroterversion war für die Serienproduktion im W 114 Ende 1970 vorgesehen, die Bodengruppe war bereits angepasst; sie kam nicht, und der überarbeitete M 951 trat an ihre Stelle.

Versionen.

Alle Werksversionen des M950.

VersionHubraumBohrung × HubVerdichtungLeistungDrehmoment
950 I1,800 cc 9.3224 kW (300 hp; 305 PS) bei 7,000 U/min294 N·m (217 lb·ft) bei 5,000 U/min
950 II2,400 cc 9.3261 kW (350 hp; 355 PS) bei 7,000 U/min392 N·m (289 lb·ft) bei 5,000 U/min

Einsatz.

Jedes Modell mit dem M950.

  • 1969 Mercedes-Benz C101 Coupé
  • 1969 Mercedes-Benz C111-I Coupé
  • 1970–1971 Mercedes-Benz C111-II Coupé

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