Mercedes-Benz-Motor

OM924

Der Mercedes-Benz OM924 ist ein I4-Dieselmotor-Kolbenmotor.

Jahre
1999–present
Bauform
I4
Kraftstoff
Diesel

Der Großbohrungs-Zweig der 900er-Reihe — gezeichnet in São Bernardo ebenso wie in Stuttgart.

Als DaimlerChrysler Ende 1999 den OM 924 LA und sein Sechszylinder-Pendant vorstellte, arbeiteten zwei der vier Autoren des Technikpapiers für Mercedes-Benz do Brasil — ein fairer Hinweis darauf, wo diese Motoren ihren Lebensunterhalt verdienen sollten. Der Zylinder wurde von den 102 × 130 mm des OM 904 auf 106 × 136 erweitert — 4,8 Liter aus vier Zylindern —, während der Rest des 900er-Rezepts blieb: drei Ventile pro Zylinder, Einspritzpumpen, Twin-Scroll-Turboaufladung mit Ladeluftkühlung, volle elektronische Steuerung. In europäischer Abstimmung lieferte er 218 PS und 810 N·m ab 1.200 U/min.

In Deutschland bediente er die Mittelklasse — Atego-Modelle von 822 bis 1522 und den schweren Unimog U 5000, wo ein Vierzylinder mit Sechszylinder-Zug wichtig war, weil jedes eingesparte Kilogramm als Nutzlast zurückkam. In Brasilien wurde er etwas Dauerhafteres. In São Bernardo do Campo für Accelo- und Atego-Lastwagen sowie LO- und OF-Busfahrgestelle montiert, wurde er vor Ort durch aufeinanderfolgende Abgasstufen bis Proconve P8, das brasilianische Äquivalent zu Euro VI, weiterentwickelt — ein in den 1990ern entworfener Motor, der drei Jahrzehnte später noch für einen Markt auf der anderen Seite des Atlantiks zertifiziert wird.