Mercedes-Benz-Motor
M836
Der Mercedes-Benz M836 ist ein I6-Ottomotor-Kolbenmotor.
- Jahre
- 1924–1929
- Bauform
- I6
- Kraftstoff
- Benzin
Ein Kompressor, der beim letzten Zentimeter Gasweg zum Leben erwacht — in einer 2,4-Tonnen-Limousine.
Paul Daimler verließ die DMG 1922, als der Aufsichtsrat ein verkaufsfähiges Auto statt seines Achtzylinders verlangte, und Ferdinand Porsche übernahm im April 1923 die Konstruktionsabteilung — samt der Begeisterung seines Vorgängers für den Lader. Der 3,9-Liter-Sechser für den 15/70/100 PS teilte das Chassis mit dem größeren 24/100/140 PS und unterschied sich nur in Motor und Radstand. Die über Kopf gesteuerte Nockenwelle, angetrieben über eine senkrechte Welle, lief in einem abnehmbaren Gusseisenkopf, und Eisenhülsen saßen in einem Leichtmetallblock — weit besser für die Serienfertigung geeignet als die geschweißten Stahlzylinder der früheren komprimierten Vierzylinder.
Siebzig PS auf dem Vergaser, hundert mit eingekuppeltem Roots-Lader. Die Bezeichnung ist schlicht eine Beschreibung nach der 1922 eingeführten Nummerierung — 80 mm Bohrung, 130 mm Hub, sechs Zylinder —, und das Chassis darum hieß aus demselben Grund W 836. Das Auto kam im Dezember 1924 auf der Berliner Automobilausstellung ans Publikum, wurde im Februar 1928 zum Typ 400, als die Firma auf hubraumbasierte Namen wechselte, und lief bis Februar 1929; bis dahin waren etwa 1.900 gebaut worden. Der Nachfolger, der Achtzylinder-Nürburg 460, lieferte weniger Spitzenleistung, aber mehr Drehmoment, kostete deutlich weniger und hatte gar keinen Kompressor.